10 Dinge die du tun kannst, wenn nichts mehr geht

  • von

Ich gebe es zu: Mich hat es erwischt. Vor einer Woche habe ich mich auf den Social-Media Kanälen in den Urlaub verabschiedet. Weil ich nichts mehr zu sagen hatte. Das Gefühl, alles schon einmal gesagt zu haben. Unabhängig davon erzählte mir eine Freundin, sie habe sich für einen Online-Kurs angemeldet und jetzt, wo der Kurs starten sollte, hatte sie keine Lust mehr daran teilzunehmen. Sie begründete es damit, satt zu sein, von all dem Content, der ihr seit Beginn der Pandemie um die Ohren geflogen war. Das beschreibt wohl die andere Seite meiner Gemütslage bis dato.

Resozialisierung at it’s best.

Ja, ich glaube wir sind satt. Oder besser gesagt: Wir haben es satt. Wir brauchen wieder menschliche Kontakte, das Gefühl jemanden gegenüber zu haben. Das Gefühl von menschlicher Energie, statt vor einem niedrigschwingenden Monitor zu sitzen. Aus der Lernforschung weiß man es schon lange: Wir lernen, wenn wir auf allen Ebenen berührt werden. Im besten Fall in 4D. Aber das geht gerade nicht. Also fehlt uns auch das Gefühl von sozialen Kontakten. Und während mir mittlerweile ein Besuch im Supermarkt schon fast zu viel ist, frage ich mich, wie lange es wohl dauern wird, bis wir – so es wieder geht – uns neu an soziale Kontakte gewöhnen. Resozialisierung at it’s best.

„So ihr es nicht fühlet, werdet ihr’s nie erjagen“ Goethe

Ich kann also gut nachempfinden, wie es ist, einfach nur den Kopf in den Sand stecken zu wollen. Was können wir tun, wenn wir das Gefühl haben, dass nichts mehr geht? Wenn wir unsere Träume, Wünsche und Ziele im Leben nicht mehr fühlen können? Goethe schrieb „So ihr es nicht fühlet, werdet ihr’s nie erjagen“. Alles, was uns antreibt, ist der Wunsch nach einem Gefühl. Wenn wir es aber nicht mehr fühlen können, weil es uns an Inspiration und Kreativität fehlt, die wir als soziale Wesen auch in der Interaktion mit Anderen finden, dann kann es sein, das irgendwann nichts mehr geht. (Für euch getestet).

10 Dinge, die du tun kannst, wenn nichts mehr geht:

Erstens:

Lege eine Pause ein. Meine Social-Media-Pause war im Grunde nur eine Projektion*1, Pause von der Pandemie zu machen. Also habe ich mal eine Woche so getan, als sei alles wie früher, habe die Kontaktregelungen gut ausgenutzt und mich jeden Tag mit einer anderen Person zum Sparziergang getroffen. Aber ohne Gespräche zur aktuellen Lage. Meine Pause nahm ein schlagartiges Ende, als ich mir eine Jogging-Hose nähte. Und wer weiß, vielleicht wird meine neue, rote Jogginghose langfristig mein Symbolbild dafür sein, dass wir Dinge zwar akzeptieren müssen, uns aber niemals mit etwas abfinden dürfen, was nicht unserem Selbst entspricht.

Zwotens:

Kennst du Mikro-Abenteuer? In etwa beschreibt der Begriff, spontan loszugehen und etwas zu erleben. Nicht im Sinne von Ablenkung, sondern mit der Natur zu sein. Auto und öffentliche Verkehrsmittel sind verboten. Genaugenommen sollte eine Mikro-Abenteuer mindestens 8 Stunden lang gehen. Durch diesen Gedanken inspiriert, kannst du aber auch einfach loslaufen oder Radfahren. So lange, bis du an einen Ort, ein Denkmal, ein Gebäude oder auch einfach nur einen Stein gelangst, der bei dir Interesse auslöst. Du weißt sicher was ich meine, diese „Ach, das ist ja interessant“-Orte oder Gegenstände. Schau dich ganz genau um. Und dann stelle dir die hypothetische Frage: „Wenn dieser Ort, dieses Denkmal, Gebäude oder dieser Stein etwas zu meiner aktuellen Situation sagen könnte, was wäre das?

Drittens:

Frage dich ganz ernsthaft, wie es dir gerade geht und was du jetzt tun kannst, um das zu verbessern oder zu verstärken, je nachdem, wie die Antwort zuvor lautete.

Viertens:

Achte darauf, dass es dir gut geht. Egal welche Sorgen du gerade hast. Versuche immer etwas zu tun, was dir gut tut. Wenn es dir gut geht, kannst du schauen, woher die Sorge kam. Denn die meisten Sorgen sind Ängste, die nicht erst gestern entstanden sind. Wann tauchte die Angst zum ersten mal auf? Gab es einen Auslöser? Was genau ist heute gleich, wie es damals war? Tipp: Die meisten Ängste sind schon in unserer Kindheit entstanden.

Fünftens:

Mach einfach mal nichts. Ich weiß. Das machen wir seit einem Jahr. Aber hast du dich schonmal voll und ganz der langen Weile hingegeben, ohne sie zu bewerten? Im allgemeinen sind wir unzufrieden, wenn wir nichts tun können. Es liegt in unserer Natur, aktiv zu sein. Aber wenn es mal nicht anders geht, dürfen wir diese Seite auch annehmen lernen. Langeweile fördert unsere Kreativität und hilft uns dabei, Energie zu tanken.

Sechstens:

Bringe deine Gefühle durch Malen oder Schreiben zu Papier und versuche dadurch, in den Fluss zu kommen. Das schwierigste dabei ist, den Kopf auszuschalten, ganz egal, was dabei raus kommt. Denke nicht darüber nach, welche Farbe in dein Bild passt sondern nimm ganz intuitiv das, wohin es deine Hand lenkt. Übrigens entstehen alle meine Blogposts durch assoziatives Schreiben: Ich überlege mir ein Thema, setze die Finger an der Tastatur an und höre erst wieder auf zu schreiben, wenn ich 1700 Wörter in meinem Dokument habe. Und natürlich ist dabei nicht jedes Wort auf den Punkt gebracht. Es kommt sogar ganz häufig vor, dass mir auf einmal nichts mehr einfällt. Ich schreibe dann einfach „Jetzt fällt mir nichts mehr ein“, oder was mir dann durch den Kopf geht. Erst nach 1700 Wörtern bringe ich meinen Text in Form. Strukturiere den Text, formuliere noch einmal um, kürze alles raus, was nicht wichtig ist. Am Ende habe ich einen Post von ~1000 Wörtern. Genau so kannst du auch deine Gefühle zum Ausdruck bringen. Schreibe z. B. 10 Minuten lang darüber, ohne den Stift abzusetzen. Durch das Geschriebene bilden sich neue Assoziationen und irgendwann stehen Dinge auf deinem Blatt, die du noch nie so betrachtet hattest oder die dir gar nicht bewusst waren.

Siebtens:

Ganz ehrlich: Das ist wirklich kein Tipp, den ich, als Coach, geben sollte. Ich mach‘s trotzdem, weil es für mich eine willkommene Ablenkung war in der letzten Woche: Starte einen Serien-Marathon! Ich habe „The bold type“, „Bridgeton“ und die erste Staffel von Outlander geschaut. Außerdem einen richtig schlechten Horrorfilm und eine Lovestory. Ablenkung sollte niemals eine Flucht aus der eigenen Welt sein. Aber wenn nichts mehr geht, dann lass dich einfach mal berieseln. Das entspannt. Aber nicht vergessen, zurück ins eigene Leben zu kommen!

Achtens:

Schau dir aktuelle, interessante Projekte an. Ich darf aktuell eine App, mit 11 weiteren Personen, Beta testen. Es ist mega spannend und inspirierend, dabei zu sein und meine Gedanken dazu zu geben. Du trägst dabei maßgeblich zur Erfüllung des Traumes eines Anderen bei! Gibt es etwas Schöneres?

Neuntens:

Unterstütze das Tierheim in deiner Region. Wusstest du, dass Tiere Gefühle schneller aufbrechen können, als ein Therapeut im Allgemeinen? Tierheime brauchen unsere Hilfe und das nicht nur in Form von Geld. Gassi-Geher sind immer sehr gerne gesehen und die Tiere sind dankbar.

Zehntens:

Hast du schonmal ein Kind beobachtet, dass richtig sauer war? Vielleicht geht es dir wie mir, und du hast sofort das Bild im Kopf, vom Kind, dass sich im Supermarkt auf den Boden wirft. Wir tuen ja oft so, als sei es etwas schlimmes, wütend oder zornig zu sein. Dabei soll Zorn, als Schatten-Anteil, genauso zu uns gehören, wie Gier, Eitelkeit, Neid, Wollust, Habsucht, Bequemlichkeit, Stolz, usw.. Aber wir bekommen es aberzogen, statt den Umgang damit zu lernen um den Ausgleich zu lernen. Und wenn du wütend oder zornig bist, dann darfst du das auch mal raus lassen. Ok, bitte nicht im Umgang mit anderen, aber man kann wunderbar mal richtig ins Kopfkissen brüllen, ohne dass die Nachbarschaft denkt, es sei etwas schlimmes passiert. Oder mit den Fäusten auf die Matratze schlagen. Denn Emotionen sind nichts anderes als Energie in Bewegung: E-Motion. Unterdrücken wir sie, setzen sie sich im Körper fest und können z. B. als Rücken-, Schulter- oder Magenschmerzen zurückkommen.

Plus Eins:

Aber das allerwichtigste, was du tun kannst, wenn nichts mehr geht: Erkenne, dass die Welt dich in deiner Kraft braucht! In der Natur gibt es wirklich nichts überflüssiges! Gar nichts! Wenn du mir nicht glaubst, schau dir mal die Doku „Das Geheimnis der Bäume an“. (Es gibt noch etwas ähnlich klingendes, „Das geheime Leben der Bäume“, auch empfehlenswert, den meine ich aber nicht.). Es gibt auf unserer Erde nicht einen lebenden Organismus, der keinen Sinn erfüllt. Du gehörst dazu. Denn wir gehören nicht nur zur Natur, wir sind ein Teil davon.

Drehen sich deine Gedanken im Kreis, fühlst du dich festgefahren und weißt nicht, wie du dich neu ausrichten sollst?

Dann wirst du mein brandneues Freebie lieben! Finde dein Warum mit IKIGAI ist mein kostenfreier Video-Kurs, nur für Dich!

(Hier klicken für mehr Infos) oder gleich durchstarten, dann trage dich hier ein:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

zehn + achtzehn =